Gasheizung vs. Wärmepumpe: Was lohnt sich mehr?
Der Heizungstausch ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Sanierung. Wir vergleichen beide Systeme nach Kosten, Effizienz und Fördermöglichkeiten.
VS
Gasheizung (Brennwert)
Kosten
6.000 € – 12.000 €
Vorteile
- Geringere Anschaffungskosten
- Einfache Installation
- Bewährte Technologie
- Platzsparend
Nachteile
- Fossiler Brennstoff – CO₂-Abgabe steigt
- Ab 2028 keine reinen Gasheizungen mehr erlaubt
- Steigende Gaspreise
- Keine Förderung mehr seit 2024
Lebensdauer: 15–20 Jahre
Effizienz: 90–98% (Brennwert)
Wärmepumpe (Luft-Wasser)
Kosten
15.000 € – 35.000 €
Vorteile
- Bis zu 70% Förderung (BEG/KfW)
- Sehr niedrige Betriebskosten
- CO₂-neutral mit Ökostrom
- Zukunftssicher (GEG-konform)
- Kann auch kühlen
Nachteile
- Hohe Anschaffungskosten
- Aufwändigere Installation
- Bei Altbau ggf. Heizkörpertausch nötig
- Effizienz abhängig von Außentemperatur
Lebensdauer: 20–25 Jahre
Effizienz: COP 3–5 (300–500%)
Fazit
Für Neubauten und gut gedämmte Altbauten ist die Wärmepumpe trotz höherer Anschaffungskosten langfristig günstiger – besonders mit Förderung. Bei schlecht gedämmten Altbauten kann eine Gasheizung als Übergangslösung sinnvoll sein, sollte aber mit einer Sanierungsplanung kombiniert werden.
Häufige Fragen
Was ist langfristig günstiger?
Über 20 Jahre gerechnet ist die Wärmepumpe meist günstiger, da die Betriebskosten deutlich niedriger sind und Förderungen die Anschaffung reduzieren.
Wie hoch ist die Förderung für Wärmepumpen?
Die BEG-Förderung beträgt bis zu 70% der Investitionskosten (Grundförderung 30% + Klimabonus 20% + Einkommensbonus 20%).
Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau?
Ja, Luft-Wasser-Wärmepumpen funktionieren auch im Altbau. Ideal ist eine Vorlauftemperatur unter 55°C, ggf. durch Fußbodenheizung oder größere Heizkörper.